Benthic auf dem Mac installieren: „Dennoch öffnen“ und erster Start
Ein Disk-Image für Apple Silicon und Intel, eine Freigabe in den Systemeinstellungen, eine kurze Einrichtung: So installierst du Benthic, und darum fragt macOS beim ersten Mal nach.
Du lädst eine neue App, doppelklickst sie, und macOS weigert sich, sie zu öffnen. Bei Benthic passiert das genau einmal, beim allerersten Start, und der Grund ist schlicht. Dieser Beitrag geht die ganze Installation durch: den Download, den ersten Start, die Prüfung, ob deine Datei die veröffentlichte ist, die kurze Einrichtung und wie danach Updates kommen.
Laden und in Programme ziehen
Benthic läuft ab macOS 13. Auf der Download-Seite gibt es ein einziges Disk-Image für jeden Mac, ob mit Apple Silicon oder Intel. Öffne die geladene Datei und zieh Benthic auf den Ordner Programme.
Starte Benthic aus dem Programme-Ordner, nicht direkt aus dem Disk-Image oder aus „Downloads“. Das zahlt sich später aus: Das Update mit einem Klick ersetzt die App dort, wo sie liegt. Läuft Benthic woanders, öffnet es das neue Disk-Image stattdessen im Finder, und das Ziehen bleibt dir überlassen.
Warum macOS den ersten Start blockiert
Apple beglaubigt Apps, deren Entwickler:innen für das Entwicklerprogramm bezahlen. Benthic ist kostenlos und nicht beglaubigt, weil die Beglaubigung genau dieses kostenpflichtige Apple-Entwicklerkonto voraussetzt. macOS kennt die App deshalb nicht und blockiert sie beim ersten Öffnen. Mit deinem Download ist nichts falsch; macOS will nur, dass du selbst entscheidest.
Du gibst Benthic einmal frei:
- Starten. Benthic im Programme-Ordner doppelklicken. macOS blockiert den Start; schließ die Meldung.
- Freigeben. Öffne Systemeinstellungen › Datenschutz & Sicherheit und scrolle ganz nach unten zur Meldung über Benthic. Klick auf „Dennoch öffnen“ und bestätige.
Das war es. Spätere Starts laufen ganz normal, und Updates aus der App brauchen keine neue Freigabe.
Die Datei vorher prüfen, wenn du magst
Wer dem Download nicht einfach vertrauen will, vergleicht die Prüfsumme. Eine SHA-256-Prüfsumme ist ein langer Fingerabdruck, berechnet aus jedem Byte der Datei: Ändert sich ein einziges Byte, sieht der Fingerabdruck völlig anders aus. Die Download-Seite nennt die Prüfsumme unter „Gut zu wissen“. Im Terminal:
shasum -a 256 ~/Downloads/Benthic-*.dmg
Stimmt die ausgegebene Zeichenfolge mit der auf der Download-Seite überein, ist deine Datei genau die veröffentlichte. Stimmt sie nicht, lösche die Datei und lade sie neu.
Der andere Weg: Du baust Benthic selbst. Der Quellcode liegt unter der Lizenz AGPL-3.0 auf GitHub, und die README nennt, was du dafür brauchst (die Xcode Command Line Tools und uv), und das Skript, das die App baut.
Der Einrichtungsassistent
Beim ersten Start stellt ein kurzer Assistent ein paar Fragen. Jede hat einen Grund, und jede Antwort kannst du später in den Einstellungen ändern.
- Sprache. Deutsch oder Englisch. Menüs, Exporte und die Meldungen an deinen KI-Assistenten folgen dieser Wahl.
- E-Mail-Adresse. Empfohlen: Unpaywall verlangt bei jeder Anfrage eine Kontaktadresse, und Crossref und OpenAlex beantworten Anfragen mit Adresse in ihrem „höflichen Pool“. Benthic schickt sie nur bei Anfragen an diese drei Dienste mit.
- Hochschule und Bibliotheks-Proxy. Gibt dir deine Bibliothek einen EZproxy- oder OpenAthens-Link, trägst du ihn hier ein. Gibt es von einem Artikel keine freie Fassung, verlinkt das Ergebnis dann über deinen Hochschulzugang statt auf die Artikelseite. „Testen“ öffnet einen Beispielartikel über den Link, so siehst du sofort, ob er funktioniert.
- Ablage. Der Zielordner für die PDFs, standardmäßig
~/Documents/Benthic, im Finder also „Dokumente“ › „Benthic“. Ein Cloud-Ordner wie iCloud oder OneDrive geht auch. - Deine Bibliothek. Eine vorhandene Sammlung zum Übernehmen, damit Benthic nichts doppelt lädt: deine Zotero-Bibliothek (Benthic schlägt sie vor, wenn es sie findet, und Zotero darf offen bleiben) oder eine Datei mit BibTeX, RIS, Markdown oder Text. Oder du startest leer, dann wächst die Bibliothek mit jedem Download.
Die Einrichtung dauert etwa eine Minute. Noch einmal durchgehen kannst du sie in den Einstellungen unter Quellen und Zugang mit „Einrichtung erneut starten“ im Bereich Kontakt und Zugang. Danach fügst du unter „Prüfen“ deine erste Literaturliste ein; was du dort alles einfügen kannst und wie jede Angabe nachgeschlagen wird, steht in diesem Beitrag.
Updates mit einem Klick
Benthic sieht beim Start nach, ob es eine neue Version gibt, und zeigt sie oben im Fenster an. Ein Klick auf „Jetzt aktualisieren“ genügt: Benthic lädt das neue Disk-Image von benthic.isoglu.com und vergleicht seine SHA-256-Prüfsumme mit dem Release-Manifest. Dann prüft es, ob darin wirklich Benthic steckt, in der erwarteten Version und mit intakter Signatur, ersetzt sich selbst und startet neu. Passt die Prüfsumme nicht, wird die Datei verworfen und nichts installiert. In den Systemeinstellungen musst du nichts mehr freigeben. Was sich geändert hat, steht unter Versionen.
Selbst nachsehen kannst du in den Einstellungen unter Allgemein mit „Nach Updates suchen“. Die Prüfung ruft eine kleine Datei ohne Kennung ab; nichts über dich oder deine Quellen geht dabei mit.